Festival
Eine Halle, ein Wochenende und alle, die zwischen Farm und Tasse eine Kaffeebohne anfassen — nebeneinander statt in getrennten Messehallen.
Was es ist
Das Coffee Festival begann 2014 in İstanbul. Es war nicht als Messe gedacht. Es entstand aus der Beobachtung, dass die Kaffeebranche ihre Leute in getrennten Räumen hält — Produzenten auf Ursprungsveranstaltungen, Röster auf Fachmessen, Baristas auf Wettbewerben, Trinkende im Café — und dass fast nichts Interessantes passiert, bevor man sie in denselben Raum stellt.
Seither ist das Format bewusst einfach geblieben: eine Halle, ein Wochenende, offen für alle, die ein Ticket kaufen. Kein separater Fachbesuchertag, der still und leise genau die Menschen aussperrt, für die es die Branche gibt.
Das europäische Kapitel
Dortmund eröffnet Europa 2027. Das ist eine bewusste Entscheidung: eine Stadt mit einer Halle, die dafür gebaut ist, mitten in der dichtesten Kaffeeregion des Kontinents, aus vier Ländern in unter vier Stunden erreichbar. Weitere Städte folgen, und jede wird erst bekanntgegeben, wenn der Vertrag unterschrieben ist.
Was wir nicht tun
Wir veröffentlichen keine Besucherzahlen, die wir nicht belegen können. Wir verkaufen keinen Headline-Platz an den, der am meisten zahlt. Wir interpretieren kein Partnerlogo neu, damit es in unser Layout passt. Das klingt nach Kleinigkeiten; es ist der Grund, warum Aussteller wiederkommen.
Die drei Regeln
Alle schenken aus
Ein Stand, der nur Prospekte verteilt, steht auf der falschen Veranstaltung. Wer es herstellt, röstet, anbaut oder baut, lässt es die Besucher schmecken oder anfassen.
Ursprung ist anwesend, nicht vertreten
Wir halten Fläche und Preise so, dass Produzenten selbst kommen können, statt in fremden Marketingtexten beschrieben zu werden.
Eine Preisliste
Jeder Aussteller sieht dieselben Preise und dieselben Fristen. Es gibt keinen Sondersatz, den der Stand nebenan nicht bekommen hat.
Wie es gewachsen ist
- 2014 Erste Ausgabe, İstanbul.
- 2015–2019 Das Format setzt sich: offene Cupping-Tische, Wettbewerbsbühnen, Workshops, bei denen jeder mitmachen kann.
- 2020–2023 Jahre, die der Branche gezeigt haben, was sie wirklich vermisst, wenn die Halle zu ist.
- 2024–2026 Ankara kommt dazu. Die Planung für das europäische Kapitel beginnt.
- 2027 Dortmund eröffnet das Coffee Festival Europe.
In der Halle
Wie ein Besuch tatsächlich abläuft.
Zwölf Ausgaben haben dem eine Form gegeben. Das ist kein Zeitplan — das Programm hat seine eigene Seite —, sondern der Charakter des Tages.
Es riecht ab der Tür nach Rösterei
Ab der ersten Stunde laufen die Mühlen. Die Halle ist kein Showroom für Verpackungen, sondern ein Raum, in dem den ganzen Tag Kaffee gemacht wird. Die Luft sagt Ihnen früher, wo Sie sind, als die Beschilderung.
Sie probieren, bevor jemand auf Sie einredet
Die Cupping-Tische sind offen. Erst die Nase über die Schalen, dann entscheiden, was Ihnen schmeckt — und danach das Gespräch darüber, wer es angebaut hat und was es kostet.
Die Bühne ist eine Werkbank, keine Keynote
Die meisten Sessions haben eine Bank, eine Mühle und begrenzte Plätze, weil man eine Technik im Stehen lernt. Die Vorträge, die Vorträge sind, sind kurz.
Sie gehen mit Bohnen und einer Liste
Fast alle tragen am Ende Kaffee heraus und drei Namen im Notizbuch, denen sie nachgehen wollen. Für Aussteller ist genau diese Liste das Ergebnis des Wochenendes — nicht die Zahl an der Kasse.
Vier Tage
Eine Fläche, die von morgens bis nachts nicht leer wird.
Zwischen den Ständen, auf den Bühnen und an den Tresen passiert das eigentliche Festival: Menschen probieren, fragen nach, bleiben stehen. Vier Tage lang, von der ersten Tasse bis zum letzten Set.
Ein Tag auf dem Gelände
Wie sich vier Tage anfühlen
01
Ankommen
Der erste Weg führt an den Ständen entlang. Keine Halle mit Gängen, sondern eine Fläche, auf der man sich verläuft, weil man stehen bleibt.
02
Probieren
Jeder Stand schenkt aus. Nicht als Kostprobe im Pappbecher, sondern als das, was die Rösterei für richtig hält — meist zwei Zubereitungen zur Wahl.
03
Zuhören
Auf der Talk-Bühne sitzen Röster, Hersteller und Baristi nebeneinander und widersprechen sich. Fünfzehn Gespräche über vier Tage, alle offen für jeden.
04
Selbst machen
Sechsundzwanzig Workshops, in denen man den Siebträger in der Hand hat statt zuzusehen. Anmeldung vor Ort, kein Fachpublikum-Vorrang.
05
Bleiben
Ab dem späten Nachmittag dreht sich die Fläche: aus dem Kaffeefestival wird ein Abend mit Musik. Zweiundzwanzig Konzerte, acht DJ-Sets.
06
Wiederkommen
Am zweiten Tag erkennt man Gesichter wieder — Aussteller wie Besucher. Das ist der Unterschied zwischen einer Messe und einem Festival.
Bilder
Was auf der Fläche passiert
Aufnahmen aus İstanbul und Ankara, den beiden größten Standorten des Festivals.






Der Raum
Wer darin steht.
Röstereien
Von der Ein-Laden-Rösterei bis zur nationalen Marke — sie schenken aus, was sie rösten, statt es zu beschreiben.
Produzenten und Rohkaffeehandel
Ursprung persönlich anwesend. Fläche und Preise werden so gehalten, dass das möglich und nicht symbolisch ist.
Technik und Maschinen
Espressomaschinen, Mühlen, Röstanlagen, Wasseraufbereitung, Verpackung — das, was ein Café oder eine Rösterei tatsächlich kauft.
Cafés und Baristas
Das Fachpublikum, das entscheidet, was eine Stadt in der nächsten Saison trinkt, und die Wettbewerbe, die die Technik vorantreiben.
Einkauf und Fachpresse
Handel, Gastronomiegruppen und die Fachpresse; die Programmteile, die ihnen gehören, sind als solche gekennzeichnet.
Alle anderen
Es ist ein öffentliches Festival. Jede und jeder kann ein Ticket kaufen — und ein Raum, in dem nur die Branche steht, hört auf, für die Branche interessant zu sein.




